Versandmanufaktur und GLS mit NEO | NEOintralogistics
Case Study zur Automatisierung eines 3PL-Umfelds mit NEO, TORU-Robotern und Goods-to-Person-Workflow.
Die Versandmanufaktur, ein 3PL-Fulfillment-Dienstleister und eine GLS-Tochter, hat mit NEO von NEOintralogistics die Kommissionierung im bestehenden Fachbodenregal automatisiert. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt wurde das System in den täglichen Betrieb übernommen und auf drei Goods-to-Person-Stationen erweitert. Die Pickleistung liegt bei 400 Picks pro Stunde. Die gesamte Implementierung erfolgte ohne Vorab-Investition im Pay-per-Pick-Modell.
Die Ausgangslage
Als 3PL-Dienstleister steht die Versandmanufaktur vor einem spezifischen Set an Herausforderungen, das sich von produzierenden Unternehmen oder Eigenlagerbetreibern deutlich unterscheidet.
Multi-Client-Betrieb
Das Lager bedient mehrere Auftraggeber gleichzeitig. Jeder Kunde bringt eigene Artikelspektren, eigene Anforderungen an Verpackung und Versand und eigene Volumenschwankungen mit. Die operative Komplexität ist entsprechend hoch.
Schwankendes Volumen
Fulfillment-Dienstleister arbeiten mit stark variablen Tagesvolumina. Peak-Saisons wie Black Friday, Weihnachtsgeschäft oder saisonale Kampagnen können das Tagesvolumen um ein Vielfaches steigern — gefolgt von Phasen mit deutlich niedrigerem Auftragseingang.
Personaldruck
In einem Umfeld mit schwankendem Bedarf ist die Personalplanung besonders anspruchsvoll. Temporäres Personal muss schnell eingearbeitet werden, die Fluktuation ist hoch und die Verfügbarkeit gerade in Peak-Zeiten eingeschränkt.
Bestehende Infrastruktur
Die Versandmanufaktur arbeitet mit konventionellen Fachbodenregalen. Ein Neubau oder die Umstellung auf eine komplett neue Lagertechnologie war keine Option — zu teuer, zu langwierig und zu riskant für ein Geschäftsmodell, das auf Flexibilität aufbaut.
Der Weg zu NEO
Die Entscheidung für NEO fiel aus drei Gründen:
Erstens: Automatisierung ohne CapEx. Als 3PL-Dienstleister ist die Versandmanufaktur besonders kostengetrieben. Das Pay-per-Pick-Modell von NEO eliminiert das Investitionsrisiko vollständig. Es gibt keine Anschaffungskosten, kein Leasing und keine langfristige Kapitalbindung. Die Kosten skalieren direkt mit dem tatsächlichen Volumen — genau das, was ein Fulfillment-Geschäft braucht.
Zweitens: Integration im Bestand. NEO arbeitet in den bestehenden Fachbodenregalen. Kein Umbau, kein Neubau, kein Stillstand. Für einen laufenden Lagerbetrieb mit aktiven Kundenverträgen ist das entscheidend — eine monatelange Bauphase ist schlicht nicht darstellbar.
Drittens: Schnelle Ergebnisse. NEO-Implementierungen erreichen den Produktivbetrieb in 6 bis 8 Wochen. Für die Versandmanufaktur bedeutete das: Ergebnisse innerhalb eines Quartals, nicht innerhalb eines Jahres.
Die Umsetzung: Vom Pilot zum Produktivbetrieb
Die Einführung von NEO bei der Versandmanufaktur folgte einem strukturierten Pfad, der das Risiko für den laufenden Betrieb minimierte.
Pilotprojekt
Start mit einer einzelnen G2P-Station und begrenzter AMR-Flotte. WMS-Anbindung, Einrichtung der Ware-zur-Person-Station, Einfahren der Roboter in vorhandene Regalgassen. Ziel: Nachweis, dass die Automatisierung im Tagesgeschäft funktioniert.
Proof of Concept
Test unter Volllast: Hält die Pickleistung im Dauerbetrieb? Funktioniert die WMS-Integration zuverlässig? Die Ergebnisse überzeugten — stabile Pickleistung, sinkende Fehlerquote, reduzierte körperliche Belastung.
Produktivbetrieb
Die erste G2P-Station ging in den regulären Tagesbetrieb über. NEO wurde ein fester Bestandteil der operativen Infrastruktur der Versandmanufaktur.
Die Ergebnisse
„Kein anderer Anbieter verbindet eine so einfache Automatisierungslösung mit einer höheren Lagerdichte wie NEO. Wir sehen großes Potenzial, unsere Fulfillment-Strategie mit NEO deutlich zu unterstützen.“
Skalierung: Von 1 auf 3 G2P-Stationen

Der stärkste Indikator für den Erfolg einer Automatisierungslösung ist nicht die erste Installation — sondern die Entscheidung, weitere Systeme hinzuzufügen.
Die Versandmanufaktur hat nach dem erfolgreichen Produktivbetrieb der ersten Station zwei weitere G2P-Stationen in Betrieb genommen.
Betriebliche Zuverlässigkeit
Das System hat sich im Dauerbetrieb bewährt — mit echten Aufträgen, unter realen Bedingungen und über einen längeren Zeitraum.
Wirtschaftlichkeit
Die Ergebnisse rechtfertigten die Erweiterung. Im Pay-per-Pick-Modell bedeutet jede zusätzliche Station zusätzliche Kapazität ohne zusätzliches Investitionsrisiko.
Skalierbare Architektur
NEO ist so konzipiert, dass weitere Stationen und Roboter ohne Umbau hinzugefügt werden können. Die Erweiterung ist ein operativer Vorgang, kein Bauprojekt.
Für den 3PL-Markt ist diese Skalierungsgeschichte besonders aussagekräftig: Ein Fulfillment-Dienstleister, der sein eigenes Geld in zusätzliche Kapazität investiert, hat die Lösung im härtesten Test bewährt — dem täglichen Geschäftsbetrieb.
Fazit
Die Versandmanufaktur zeigt, wie Ware-zur-Person-Automatisierung in einem anspruchsvollen 3PL-Umfeld funktioniert: Multi-Client-Betrieb, schwankendes Volumen, bestehende Fachbodenregale und hoher Kostendruck.
Der Weg vom Pilotprojekt über den Produktivbetrieb bis zur Skalierung auf drei Systeme bestätigt, dass NEO nicht nur eine technische Machbarkeitsstudie ist, sondern eine produktive Automatisierungslösung für den operativen Lagerbetrieb.
NEO-Branding
Fachbodenregale im Versandmanufaktur-Lager
TORU-Flotte
Zwei Roboter im parallelen Einsatz
Cobot-Picking
Automatisierte Kommissionierung
Lagersystem
Vertikales Lagerlayout
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