NEO im Fachbodenregal vs. Automatisches Kleinteilelager (AKL) | NEOintralogistics
Vergleich zwischen Fachbodenregal-Automatisierung mit NEO und Automatischem Kleinteilelager.
Ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) bietet hohen Durchsatz für standardisierte Behälter, erfordert jedoch einen Neubau, Millionen-Investitionen und 12–18 Monate Vorlaufzeit. NEO von NEOintralogistics automatisiert bestehende Fachbodenregale als Retrofit — ohne Umbau, ohne CapEx, mit Go-live in 6–8 Wochen. Die Wahl hängt von Gebäude, Budget und Zeithorizont ab.
Vergleichstabelle
| NEO (AMR-Retrofit) | AKL (Automatisches Kleinteilelager) | |
|---|---|---|
| Regalkompatibilität | Nutzt bestehende Fachbodenregale — kein neues Lagersystem nötig | Eigene Regalkonstruktion mit RBG/Shuttle — bestehendes Regal wird nicht verwendet |
| CapEx vs. OpEx | Kein CapEx — Pay-per-Pick als reines OpEx-Modell | Hoher CapEx (€1–10M+), Amortisation über 10–15 Jahre |
| Time-to-Value | 6–8 Wochen von Vertrag bis Go-live | 12–18 Monate (Planung, Baugenehmigung, Bau, Installation, Inbetriebnahme) |
| Gebäudeanpassung | Keine — arbeitet in bestehenden Gängen (ab 85 cm Breite, max. 250 cm Regalhöhe) | Erheblich — Zweckgebäude mit spezieller Bodenbelastbarkeit und Raumhöhe erforderlich |
| Pilot-Skalierbarkeit | Ab 1 Station und 2–3 Robotern — stufenweise Erweiterung jederzeit möglich | Mindestinvestition in RBG-Gasse und Fördertechnik — Piloten sind kapitalintensiv |
| Peak-Flexibilität | Roboterflotte skaliert saisonweise — Kosten passen sich dem Volumen an | Durchsatz durch Anzahl der Gassen und RBG fixiert — Erweiterung erfordert neue Gassen |
| Software-Orchestrierung | NEO:os steuert AMR-Flotte, Goods-to-Person-Station und WMS-Integration | Proprietäre Materialflusssteuerung des Anlagenbauers — hohe Integration, aber Anbieterabhängigkeit |
Ideal für
- Bestehendes Fachbodenregal — Sie wollen es automatisieren, nicht ersetzen
- Kein CapEx-Budget — Automatisierung im Pay-per-Pick-Modell ohne Vorabkosten
- Mietlager oder befristeter Standort — keine baulichen Veränderungen möglich
- Schneller Bedarf — Automatisierung in Wochen, nicht in anderthalb Jahren
- Pilotprojekt — erst testen, dann skalieren, ohne Kapitalbindung
- Schwankendes Volumen — Saisongeschäft, 3PL-Mandantenwechsel oder Wachstumsphasen
Nicht ideal für
- Neubau geplant — AKL von Anfang an einplanbar
- Stabiles Hochvolumen über 50.000 Picks/Tag mit standardisierten Behältern
- Standardisierte Behälter (600 x 400 mm) — Artikelspektrum passt vollständig
- Langfristiger Standort mit Gebäudeeigentum — Betrieb für 15+ Jahre geplant
- CapEx-Fähigkeit — Investition von €1–10M+ tragbar und über 10–15 Jahre abschreibbar
Was ist ein Automatisches Kleinteilelager (AKL)?
Ein Automatisches Kleinteilelager (AKL) ist ein geschlossenes Lagersystem mit Regalbediengeräten (RBG) oder Shuttle-Systemen, die standardisierte Behälter automatisch ein- und auslagern. Die Behälter werden über Fördertechnik zu Kommissionierplätzen transportiert.
Typische Merkmale: Geschlossenes System mit eigener Regalkonstruktion (oft 10–15 m hoch), hoher Durchsatz für standardisierte Behälter (600 x 400 mm), Zweckgebäude erforderlich, €1–10M+ Investition, 12–18 Monate Implementierung, fest installiert und nicht verlagerbar.
AS/RS-Einordnung
Das AKL ist eine von drei AS/RS-Bauformen. NEO ist keine AS/RS-Bauform — NEO automatisiert bestehende Fachbodenregale als Retrofit.
Kranbasierte AS/RS (AKL)
Ein Regalbediengerät pro Gasse, optimiert für tiefe, schmale Gassen und hohe Lager. Höchster Durchsatz pro Gasse, aber wenig Flexibilität.
Gridbasierte AS/RS (z. B. AutoStore)
Roboter auf einem Raster über gestapelten Bins. Höchste Lagerdichte, aber nur für kleine, leichte Artikel geeignet.
Shuttle-basierte AS/RS
Eigenständige Shuttle-Fahrzeuge pro Regalebene, kombiniert mit Liften. Modularer als AKL, schneller bei Mehrfachtief-Lagerung.
Investition und Finanzierung
Ein AKL bindet erhebliches Kapital ab €1M. Die Investition amortisiert sich über 10–15 Jahre — vorausgesetzt, das Volumen bleibt stabil. Wenn Ihr Geschäft Schwankungen unterliegt oder Sie kein CapEx-Budget haben, trägt das Pay-per-Pick-Modell von NEO das wirtschaftliche Risiko mit: Weniger Volumen bedeutet weniger Kosten.
Gebäude und Infrastruktur
Ein AKL erfordert spezielle Bodenbelastbarkeit, ausreichende Raumhöhe (oft 10–15 m) und definierte Klimabedingungen. Bestehende Lagerhällen erfüllen diese Anforderungen selten. In einem bestehenden Lager mit Standard-Fachbodenregalen bedeutet das: Die vorhandenen Regale werden demontiert und durch die AKL-Regalkonstruktion ersetzt.
NEO arbeitet in Ihrem bestehenden Fachbodenregal — ohne Demontage, ohne neue Regalkonstruktion, ohne bauliche Anpassung. Die Roboter navigieren durch bestehende Gänge (ab 85 cm Breite) und bringen Behälter zur Goods-to-Person-Station.
Weitere Entscheidungskriterien
Implementierungsgeschwindigkeit
NEO geht in 6–8 Wochen live — ohne Baugenehmigung, ohne Tiefbau, ohne Fördertechnik-Installation. Ein AKL benötigt 12–18 Monate. Wenn Sie Automatisierung in dieser Saison brauchen, ist NEO die einzige realistische Option.
Durchsatz und Behältergrößen
Ein AKL mit mehreren Gassen erreicht höhere Spitzendurchsätze. NEO verarbeitet Artikel bis 380 x 270 x 140 mm und 5 kg — für moderate bis mittlere Volumina im E-Commerce und Ersatzteilgeschäft reicht das in den meisten Fällen aus.
Der hybride Weg
Manche Unternehmen nutzen NEO als Einstieg in die Automatisierung — und wechseln später auf ein AKL, wenn Volumen und Business Case stimmen. NEO bindet kein Kapital und schafft Erfahrung mit automatisierter Kommissionierung. Die Pay-per-Pick-Daten liefern die belastbare Grundlage für eine spätere AKL-Investitionsentscheidung.
Referenzen
Automatisierte Kommissionierung im bestehenden Fachbodenlager — live in unter 8 Wochen.
Bestandslager automatisiert ohne Umbau und ohne Betriebsunterbrechung.
Häufig gestellte Fragen
Ist NEO ein Ersatz für ein AKL?
Nein — NEO und ein AKL sind unterschiedliche Automatisierungsarchitekturen für unterschiedliche Ausgangssituationen. Ein AKL ist ein geschlossenes Hochleistungssystem für Neubauten mit stabilem Hochvolumen. NEO automatisiert bestehende Fachbodenregale ohne Umbau und ohne Investition. Wenn Sie kein neues Gebäude bauen und kein Millionen-Budget haben, ist NEO die praxisnahe Lösung.
Was ist günstiger — NEO oder ein AKL?
Das hängt von Ihrem Volumen und Zeithorizont ab. Bei sehr hohem, stabilem Durchsatz über 15+ Jahre kann ein AKL niedrigere Kosten pro Pick erreichen. NEO hat keine Vorabinvestition und niedrigere Einstiegskosten — die Wirtschaftlichkeit beginnt ab Tag 1. Für die meisten Bestandslager mit unter 50.000 Picks/Tag ist NEO die kostengünstigere Option.
Kann NEO den gleichen Durchsatz wie ein AKL erreichen?
Ein AKL mit mehreren Gassen und Shuttle-Systemen erreicht höhere Spitzendurchsätze als eine NEO-Installation. NEO skaliert durch zusätzliche Roboter und Stationen, ist aber für moderaten bis mittleren Durchsatz optimiert. Für Anforderungen über 50.000 Picks/Tag sollten Sie ein AKL oder eine hybride Lösung prüfen.
Welche Artikelgrößen verarbeitet NEO im Vergleich zum AKL?
NEO verarbeitet Artikel bis 380 x 270 x 140 mm und maximal 5 kg. Ein AKL arbeitet typischerweise mit standardisierten Behältern (600 x 400 mm), kann also größere Einheiten handhaben. Für übergroße Artikel sind beide Systeme nicht geeignet — hier kommen Palettenlager oder manuelle Prozesse zum Einsatz.
Wie schnell ist NEO einsatzbereit im Vergleich zu einem AKL?
NEO geht in 6–8 Wochen live — ohne Baugenehmigung, ohne Tiefbau, ohne Fördertechnik-Installation. Ein AKL benötigt 12–18 Monate von der Planung bis zur Inbetriebnahme, oft länger bei Neubauten. Wenn Sie Automatisierung in dieser Saison brauchen, ist NEO die einzige realistische Option.
Brauche ich ein neues Gebäude für ein AKL?
In den meisten Fällen ja. Ein AKL erfordert spezielle Bodenbelastbarkeit (die Regalkonstruktion trägt erhebliches Gewicht), ausreichende Raumhöhe (oft 10–15 m) und definierte Klimabedingungen. Bestehende Lagerhällen erfüllen diese Anforderungen selten. NEO arbeitet in jedem Gebäude mit Fachbodenregalen — ohne bauliche Anpassung.
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